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Erfahrungsbericht Wurmfütterung

Und was essen deine Würmer so?

· Blog

Mit diesem Blog möchte ich euch einen kleinen Einblick in meinen Wurmkompost geben und unseren WormUp Testhaushalten Tipps bezüglich des Speiseplans zur Verfügung stellen.

Erfahrungsbericht von Dennis

Mein Kompost ist seit gut fünf Monaten in Betrieb und ich habe die zweite Etage aufgesetzt. Zur Zeit entsorge ich alle organischen Abfälle, die in unserem 4-Personenhaushalt anfallen, in der Kiste. Gemäss meiner Waage sind das ungefähr 1.5-2 kg Abfälle pro Woche. Die Menge dürfte bei euch momentan noch geringer ausfallen. Bitte nicht überfüttern, es braucht eine gewisse Zeit! Wichtig ist aber immer, dass die anfallenden Abfälle mit einer Schere oder einem Messer verkleinert werden. Während des Tages sammle ich die anfallenden Reste und bewahre diese in meinem ebenfalls kompostierbaren Gefäss auf, bis ich die Fütterung, meistens Abends, vornehme - die aus Bequemlichkeit - spielt aber keine Rolle. Mein 100% organischer Sammelbehälter ist demnächst auch kompostierbereit :D. Mal schauen wie lange das dauert. Geeignete Aufbewahrungsbehälter sind aber auch Plastikbehälter von Cherrytomaten oder sonstigem Gemüse der Migros, die Take-Away Verpackung vom letzten Thaibesuch etc. Es gilt reduce, reuse, recycle!

Wurmfutter - Was halt so anfällt über's verlängerte Wochenende

Hier kurz ein Abriss meines Bioabfalls über das Auffahrtswochenende, ist doch bemerkenswert, was alles so anfällt:

Freitag: Das 3-Gang Menu bestand aus Blumenresten vom Muttertag, ungewollten Pilzen aus meinem Hochbeet und Spargelanschnitten. Aber auch den Kaffeesatz aus Nespresso-Kapseln wollte ich meinen neuen Haustieren nicht vorenthalten. Mit einem kleinen Messer lassen sich die Kapseln relativ leicht öffnen (vgl. Foto). Alles in allem kam ein schönes Gewicht von 160 Gramm zusammen.

Samstag: Die Grillsaison ist eröffnet - auch für Vegetarier! Beim Rüsten für das Grillgemüse fielen Reste von Paprika, Auberginen und Pilzen an. Dazu etwas angelaufener Salat, die Haut der Karotten und das Grüngestänge der Cherrytomaten. Hierbei handelt es sich um Strukturmaterial, was eine tolle Ergänzung zu den anderen organischen Abfällen für den Kompost darstellt. Und zum Dessert gab's natürlich Kaffeesatz! Gewicht ca. 300 Gramm.

Am Sonntagabend gab's dann noch Broccolireste vom Storz, einen verfaulten Teil der Birne und die Kernen, Mangohaut (inklusive Stein, bitte nicht nachmachen) und kalkhaltige Eierschale. Natürlich durfte der Kaffeesatz zum Dessert nicht fehlen. Meine Würmer bekommen übrigens fast täglich Kaffeesatz, das scheinen sie ganz gut zu mögen und arbeiten danach ununterbrochen. Futtermenge an diesem Abend: Ordentliche 510 Gramm - En Guete!

Und wie sieht eigentlich mein Wurmkompost aus?

Hier ein aktuelles Foto meines Wurmkompostes. Wie man auf dem Bild erkennen kann, schütte ich die neuen Abfälle jeweils oben auf und verteile sie leicht in der Box. Falls ich eher trockene Abfälle in die Box gebe, befeuchte ich diese danach leicht mit einer Wassersprühflasche. Aus Neugier schaue ich ab und zu wie es meinen Kleinen geht, wozu ich lediglich die oberste Schicht etwas anheben muss. Da tummeln sich die Würmer massenweise und scheinen sich so richtig wohl zu fühlen. Ausser dem für mich sehr angenehmen Geruch nach Erde und etwas Gemüse riecht das Ding nach nichts und es fällt mir mit der Box kein weiterer Aufwand an.

Schimmelpilze & Fruchtfliegen?

Anfänglich hatte ich ab und zu kleinere Schimmelbildungen, insbesondere wenn ich stark zuckerhaltige Fruchtresten von z.B. Erdbeeren oder Himbeeren in die Box gab. Den Schimmel habe ich jeweils mit einer kleinen Wasssersprühflasche (siehe Bild) beseitigt. Das hat immer ganz gut funktioniert. In der Zwischenzeit hatte ich seit längerem keinen Schimmelbefall mehr, obwohl ich nun alles was an Resten anfällt in die Box schmeisse. Obwohl mein Wurmkompost (Version aus dem letzten Jahrhundert) draussen, direkt neben der Küche, steht, gibt es so gut wie keine Fruchtfliegen. Anfangs hatte ich allerdings teilweise mehr Fruchtfliegen, was etwas nervig war. Irgendwann waren sie aber weg. Abhilfe bei Fruchtfliegen schafft ein kleines Shotglas, gefüllt mit einer Mischung aus weissem Essig, Wasser und Spülmittel. Das Shotglas kann entweder direkt in der Box (Ecke) oder ausserhalb aufgestellt werden. Dieser kleine Trick hat bei mir einwandfrei funktioniert und die Fruchtfliegen stark eingedämmt.

Ich kann es kaum erwarten die dritte Etage aufzusetzen und hoffentlich schon bald meine erste, selberproduzierte Wurmerde zu ernten. Und wie sieht's bei dir aus? Entsorgst du noch oder wurmrecyclest du schon? Wir sind auf jeden Fall auf eure Erfahrungen gespannt.

Wormful Greetings,

Dennis

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